Management – ein Hochleistungssport

Nicht wenige Manager reden über ihre jeweilige Position (hinter vorgehaltener Hand), als ob es sich um einen Killerjob handeln würde. Gut, zugegeben, unser Job ist einer, in dem „Männlichkeit“ bisweilen ein wenig glorifiziert wird, man sonnt sich gerne in seiner eigenen Virilität und Unzerstörbarkeit; jedoch, und auch dies gilt es zu erwähnen, gibt es immer wieder medizinisch relevante Begleiterscheinungen wie Bluthochdruck, Magengeschwüre und Herzinfarkte. Der Friedhof der Manager ist gut gefüllt…

In den frühen Jahren des Höhlentauchsports war die Anzahl der tödlich verunglückten Taucher enorm. Auch hier war die Haltung: Ein bisschen Schwund ist nun mal. Doch die Taucher dachten um und konnten so dazulernen. Die Analyse der Tauchunfälle ergab, dass unter anderem die Überfrachtung des Tauchers durch eine Vielzahl an Tauchflaschen, diversen Gasen, Schläuchen und anderem Equipment zu ernsten oder gar tödlichen Unfällen führte. Der sogenannte Task Overload brachte den Taucher, das Tauchteam in üble Situationen.

Daraus ergab sich eine Tauch- und Ausrüstungsphilosophie, die heute unter dem Begriff DIR (Do it right) bekannt geworden ist. Und wie sieht das bei uns Managern aus?

Haben wir ein DIR, ein do-it-right-System?

Ich befürchte nein. Ganz im Gegenteil. Wir sind heillos überfrachtet. Wir haben etliche Methoden, Heuristiken, Ansätze, Philosophien im Gepäck. Dazu kommen Meetings, Business Reviews, Excel, Powerpoint, und und und.

Zeit aufzuräumen. Zeit, das Dickicht aufzuräumen. Zeit für Fokus. Diesen Fokus gilt es insbesondere zu wahren, wenn die Zeiten dynamisch sind (VUCA!) , wenn Beweglichkeit gefragt ist. Es reist sich bequemer mit leichtem Gepäck. Nun stellt sich die Frage, was denn so alles in den Tornister zu packen ist. Für mich ist die Antwort klar.

Weniger!

Nach meinem Dafürhalten ist die „alte“ Managementphilosophie des Schneller und Weiter überholt. Vordergründig. Der Fokus auf Schneller und Weiter führt nicht selten zu einer ermüdenden Materialschlacht, die am Ende des Tages auf dem Rücken der agierenden Menschen ausgetragen wird, ohne dabei das ersehnte Schneller und Weiter zu erreichen. Es gilt einzuhalten, nachzudenken und sich die Frage zu stellen, ob es auch irgendwie anders gehen könnte. Die Lösung liegt im Fokussieren, im Abwerfen von Ballast, in der Konzentration auf das Wesentliche. Nicht immer wieder die Frage, was man noch zusätzlich machen könnte. Sondern: Was brauche ich gerade noch, um erfolgreich das Ziel zu erreichen?

Die Höhlentaucher entwickelten das DIR-System, die Kletterer die Direttissima-Strategie. Nun wird es Zeit, dass wir Manager ein entsprechendes Muster entwickeln.

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